Es ist kein Big-Bang-Projekt. Die Falle ist, alles gleichzeitig messen zu wollen; der Gewinn liegt darin, klein anzufangen bei den Messpunkten mit der größten Erklärungskraft und von dort auf eine geschlossene Energiebilanz auszubauen.

Schritt 1, Inventarisierung

Beginnen Sie bei der Frage, nicht bei der Technik: was müssen Sie sehen können, und warum? Spitzenprofile für das Gespräch über Netzengpässe, Verbrauch pro Anlage für die Energieeinsparpflicht (Niederlande), oder Vergleiche zwischen Linien und Schichten. Dieser Informationsbedarf bestimmt, welche Datenquellen Sie brauchen und welche Messpunkte Priorität bekommen.

Schritt 2, Erschließung der Hauptzählerdaten

Die Hauptzählerdaten bilden die Basislinie. Sie werden über eine gesicherte Anbindung erschlossen, abhängig von Ihrem Messdienstleister und Ihrer Situation, sodass Sie eine konsistente Quelle für Gesamtverbrauch, Spitzen- und Schwachlastzeiten und historische Vergleiche haben, ohne manuelle Export- und Importarbeit.

Schritt 3, Submetering an kritischen Messpunkten

Wo der Hauptzähler aufhört, beginnt der erklärende Einblick. An den kritischen Messpunkten (Druckluft, Kühlung, Öfen, HVAC) ergänzen Sie Submetering, sodass Sie sehen, welche Anlagen zu Spitzen und Grundlast beitragen. Sie bauen aus, bis die Energiebilanz für Ihr Ziel ausreichend aufgeht, nicht weiter als nötig.

Schritt 4, Monitoring und Analyse

Alle Messdaten kommen in einem Dashboard zusammen, mit Trends, Spitzenprofilen und Abweichungen gegenüber einer Baseline. Das kann an ein bestehendes Energiemanagementsystem (EMS) anschließen oder in einem VDS-Dashboard laufen, je nach Ihrer Situation. Die Daten stehen in Ihrer eigenen Umgebung.

Praxisbeispiel (illustrativ)

Sie starten mit dem Hauptzähler plus drei Submetern an den größten Verbrauchern. Innerhalb weniger Wochen haben Sie ein erstes Bild von Spitze und Grundlast und sehen, wo die blinden Flecken sind. Auf dieser Basis ergänzen Sie gezielt zwei Messpunkte, und nach einem Quartal ist die Energiebilanz so weit geschlossen, dass Sie Maßnahmen begründen können, Schritt für Schritt, mit einem Ergebnis nach jedem Schritt.

Die Rollenverteilung

VDS liefert die Messdaten und die Analyse (Muster, Trends, Abweichungen). Die Interpretation, die Ursachenanalyse und die Maßnahmen bleiben bei Ihrer Organisation. So bleibt Energiemonitoring ein Steuerungsinstrument in Ihren Händen, kein Dashboard, das Staub ansetzt.

Häufige Fragen

Wie fangen Sie mit Energiemonitoring an?

Klein: zuerst den Hauptzähler erschließen und Submetering an den kritischen Punkten, danach gezielt ausbauen, bis die Energiebilanz ausreichend aufgeht.

Brauche ich Submetering?

Für erklärenden Einblick ja, der Hauptzähler zeigt nur die Summe, nicht wodurch Spitzen und Grundlast entstehen.

Wie lange dauert die Einführung?

Ein erstes Bild von Spitze und Grundlast liegt oft innerhalb weniger Wochen nach dem Erschließen des Hauptzählers und der ersten Submeter vor; danach bauen Sie schrittweise aus.

Lässt es sich an mein bestehendes EMS anbinden?

Ja, die Analyse kann an ein bestehendes Energiemanagementsystem anschließen oder in einem VDS-Dashboard laufen, je nach Situation.

Wem gehören die Daten?

Ihnen, die Messdaten stehen in Ihrer eigenen Umgebung; VDS liefert die Messung und die Analyse, nicht das Eigentum.

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Tjeerd VeenstraManaging Director · VDS Automation